LADY ANTEBELLUM: Lady A verklagt Lady A

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LADY ANTEBELLUM: Lady A verklagt Lady A vom 9. Juli 2020

Lady Antebellums neuen Namen benutzt eine Soul-Sängerin schon seit langem. Ihre 10 Millionen Dollar-Forderung geht dem Country-Trio nun zu weit.

Eigentlich hatte es die amerikanische Country-Band Lady A, ehemals Lady Antebellum, mit der Namensänderung ja gut gemeint. Ein geschichtlich so vorbelasteter Begriff war für das Trio nicht mehr tragbar, nachdem es sich intensiv mit den Themen Rassismus, Sklaverei, Bürgerkrieg und Unterdrückung der dunkelhäutigen Bevölkerung in Amerika auseinandergesetzt hatte.

Auch das Problem, dass der neue Name schon an eine Blues– und Soul-Sängerin vergeben war, sollte friedlich und im Einvernehmen mit der 61-jährigen Musikerin und Aktivistin Anita White aus Seattle gelöst werden. Die Band entschuldigte sich bei ihr und via Videokonferenz arbeitete man an einer für alle Beteiligten zufriedenstellenden Lösung. Sogar ein gemeinsamer Song war in Planung. Euphorisch berichtete die Blues-Sängerin von einem produktiven Meeting und einer friedlichen Koexistenz.

Nachdem sie dann aber die vertraglichen Details dieser gemeinsamen Koexistenz zu Gesicht bekam, änderte sich ihr Eindruck von der Country-Band schlagartig: “Ihr Team versucht mich zu auszulöschen. […] Ich kann denen nicht länger vertrauen“. Worten ließ sie Taten Folgen und forderte laut Aussage der Country-Band eine Zahlung in Höhe von 10 Millionen Dollar.

Das geht dem zuvor als Lady Antebellum bekannten Trio nun zu weit, und deswegen geht Lady A gegen Lady A nun gerichtlich vor. Die Marke Lady A gehöre der Band zwar schon seit Jahren, trotzdem verlange sie von der Blues-Sängerin nicht, dass sie es unterlässt, als Lady A aufzutreten. Auch monetäre Forderungen seien nicht Bestandteil der Klage, betont die Band. Stattdessen geht es einzig und allein darum, das Recht auf den Namen Lady A zu behalten, um damit aufzutreten oder Musik zu verbreiten. Welche Lady A letztendlich im Recht ist, entscheidet wohl – natürlich – der Richter.

 

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