The Weeknd: Blockbuster-Show beim Superbowl

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Auf dem Rücken von sieben Millionen Dollar durch die Diskographie.

(ynk) Eine Superbowl-Halbzeitshow perfekt abzuliefern, grenzt an ein Ding der Unmöglichkeit. Nach so vielen Showeinlagen liegt die Messlatte irgendwo zwischen Jupiter und Uranus. Die Football-Liga kämpft immer noch mit Image-Schäden, die jeden Zuschauer zum Zynismus einladen und Corona wird die Vorbereitung einer derartigen Mega-Show auch nicht gerade vereinfachen. The Weeknd hat sich der Herausforderung dennoch gestellt, unter anderem, weil er seit dem Grammy-Snub der Welt endgültig beweisen will, dass er einer der definierenden Popstars unserer Zeit ist. Und siehe da: Der Mann hat abgeliefert.

Angefangen mit einem Cyberpunk-Gospel Chor führt er eine knappe Viertelstunde durch die Hits seiner ganzen Karriere, von “Starboy” und “Can’t Feel My Face” dreht er sich zurück bis hin zu “Trilogy“-Zeiten (“House Of Balloons”) und endet schließlich in einem fantastischen Übergang zu seinem jüngsten Megahit “Blinding Lights“. Visuell geht es ebenso hoch her, wenn er sich nach dem Robocop-Chor ein gülden ausgekleidetes Spiegelkabinett und eine großflächige Choreo mit bandagierten Doubles leistet.

Die Frage, wofür nun die sieben Millionen Dollar aus seiner eigenen Tasche nötig waren, bleibt aber offen. In Sachen Spektakel fühlte seine Show sich doch eher unterdurchschnittlich an und der Fokus auf seine Stimme kränkelte ein wenig an der vor allem anfangs schwachen Akustik. Ob man ihn nun wirklich dafür ins Kreuzfeuer nehmen will, dass er im Gegensatz zu den meisten Halbzeit-Show-Einlagen wirklich gesungen hat, statt auf Playback zu setzen, sei dahingestellt. Aber den Bedingungen entsprechend kann man mit der Show definitiv zufrieden sein. Vor allem dann, wenn man mit der recht kohärenten Ästhetik seiner “After Hours“-Ära und den Songs von vornherein etwas anfangen kann.

 

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