Unendlich bedroht Am 8. Juni ist „Internationaler Tag der Meere“

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Unendliche Weiten… nein, die Rede ist nicht vom Weltall, sondern von einer teils ebenso unbekannten Welt. Kaum ein Ökosystem auf unserem Planeten ist so komplex und so bedroht wie das unserer Ozeane. Der „Internationale Tag der Meere“ am Montag 8. Juni soll dafür ein besonderes Bewusstsein schaffen.

Für eine aktuelle Studie im Auftrag vom MSC-Siegel wurden deshalb mehr als 20.000 Menschen in 23 Ländern zu ihrem Essverhalten in Bezug auf Fisch und Meeresfrüchte befragt unter anderem in der Schweiz. Im vergangenen Jahr hat der Umwelt-Aktivismus enorm an Fahrt gewonnen. Davon profitieren jetzt auch die Meere, so das Ergebnis einer Studie vom MSC-Siegel. Für jeden Fünften in der Schweiz ist Meeresschutz mittlerweile das Umweltthema. Unter den jüngeren FischesserInnen haben 80% ihr Einkaufverhalten geändert, so Andrea Harmsen vom MSC-Siegel. „40 Prozent der befragten 18- bis 24-Jährigen haben gezielter zu Fisch gegriffen, die als nachhaltig oder umweltfreundlich gekennzeichnet waren, also zum Beispiel durch das blaue MSC-Siegel. Ebenfalls 40 Prozent haben weniger häufig Fisch gegessen und jeweils vierzehn Prozent haben einerseits den Supermarkt gewechselt, um zu einem Händler zu gehen, der ein nachhaltigeres Sortiment hat und sind auf andere Fischarten umgestiegen.“ Weltweit kommen bislang erst 15 Prozent der Fischfänge aus überprüft nachhaltiger Fischerei. Eine nachhaltige Fischerei muss drei Prinzipien erfüllen. „Zum ersten, sie darf nur so viel Fisch fangen wie auch wieder nachwachsen kann. Zweitens: sie darf nur wenig unerwünschten Beifang anderer Meerestiere haben, und auch den Meeresboden nicht zerstören. Und drittens, sie muss ein vorausschauendes Fischereimanagement haben, das zum Beispiel in der Lage ist auf Bestandsgrößenschwankungen angemessen zu reagieren.“ Und vor allem wir können helfen, dass sich etwas ändert. Entscheidend dafür ist unser Konsumverhalten. Bei Fisch auf Nachhaltigkeit zu achten, ist gar nicht so schwierig. „Das MSC-Siegel ist hier eine gute Orientierungshilfe beim Einkauf, weil eben Fisch oder Meeresfrüchte, die dieses Siegel tragen, rückverfolgbar sind und aus einer von unabhängigen Gutachtern überprüften nachhaltigen Fischerei kommen.“ Sprecher: Auf Fisch ganz verzichten, müssen wir also nicht: „Denn sofern Fischbestände verantwortungsbewusst befischt werden, ist Fisch eine nachwachsende Ressource.“

Der Reichtum der Meere ist nicht unendlich. Damit wir auf Fisch auch in Zukunft auf unserem Speiseplan nicht verzichten müssen, ist es wichtig, dass wir schon heute auf Nachhaltigkeit setzen. Weitere Infos gibt’s auch im Netz unter msc.org.

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