Beastie Boys: “Sabotage” für Joe Biden

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Beastie Boys: “Sabotage” für Joe Biden

Im US-Wahlkampf positionieren sich die Beasties auf Seiten der Demokraten. Bei den Beach Boys gehen die Meinungen dagegen auseinander.

Ein seltener Fall und ein klares Statement. Die Beastie Boys stellen einen Song für einen Werbespot zur Verfügung: Sie erlaubten dem demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden, ihren Klassiker “Sabotage” von 1994 für einen Kampagnenclip zu nutzen, in dem es um die Folgen der Covid-19-Pandemie für die Livemusik-Industrie geht, u.a. hört man auch die Pixies.

Der Spot feierte gestern während der NFL-Spiele Premiere. Im Mittelpunkt des Clips steht der Clubbesitzer Joe Malcoun aus Ann Arbor, Michigan. Im 1971 gegründeten The Blind Pig traten bereits Joan Baez oder Nirvana auf. “Das ist die Realität von Trumps Covid-Reaktion. Wir wissen nicht, wie lange wir noch ohne Einnahmen überleben können. Viele Restaurants und Bars werden das nicht überleben. Das ist Donald Trumps Wirtschaft. Es gibt keinen Plan. Ich bin so wütend. Meine einzige Hoffnung für meine Familie, für dieses Unternehmen und meine Community ist, dass Joe Biden die Wahl gewinnt“, so Malcoun.

Consequenceofsound.net zufolge hatten die Beastie Boys der Lizenzierung für Joe Biden aufgrund der “Bedeutung der Wahl” zugestimmt. Schon 2016 hatte sich Adam Horovitz aka Ad Rock klar gegen Trump positioniert. Sie dürfte auch im Sinne des 2012 an Krebs verstorbenen Bandmitglieds Adam Yauch aka MCA sein. Der hatte jede Nutzung seiner Person, seines Namens bzw. Musik für kommerzielle Zwecke testamentarisch zwar untersagt, wobei es eine Ausnahme-Klausel bzw. Einigung mit Yauchs Erben geben dürfte. So kam “Sabotage” bereits 2017 im Videogame “Destiny 2” zum Einsatz.

Beach Boys vs. Beach Boy

Während die Beasties politisch auf einer Linie sind, lässt sich dies von den Beach Boys nicht behaupten. Im Gegenteil: Am Wochenende waren die Beach Boys unter der Leitung von Mike Love auf einer Wahlparty für Trump im kalifornischen Newport Beach aufgetreten. Brian Wilson und Al Jardine distanzierten sich umgehend: “Damit haben wir nichts zu tun“, werden sie von US-Medien zitiert. Die verbliebenen Mitglieder der legendären Beach Boys, die ihre Karriere 1961 starteten, liegen schon länger über Kreuz und treten getrennt auf. Love hält die Rechte am Bandnamen.

 

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